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Da es einige sehr gute und informative Seiten über Meerschweinchen im Internet gibt, haben wir uns entschieden hier nur die wichtigsten Informationen zur Verfügung zu stellen. In der Linkliste sind einige Seiten aufgelistet, die sehr detaillierte Informationen zu Meerschweinchen geben.


Diese Informationen sind in Zusammenarbeit mit einigen Usern des Meerwutzplaneten zusammengetragen worden und unterliegen dem Copyright des Meerwutzplaneten.

  

  

Meerschweinchen, die richtige Versorgung

 Eine Aktion des Meerwutz - Planeten

 

Vor dem Kauf:

Vor dem Kauf sollte bedacht werden, dass Meerschweinchen ihr Leben lang (bis zu 8 Jahren) Zuwendung brauchen. Kinder können sich nicht alleine um die Tiere kümmern und brauchen die Unterstützung ihrer Eltern, welche die Hauptverantwortung für die Tiere übernehmen

müssen. Es muss vorher überlegt werden, ob Zeit, Geld und Platz vorhanden sind und alle

Familienmitglieder einverstanden sind!

 

Haltung:

Meerschweinchen sollten nicht alleine gehalten werden. Sie brauchen einen Partner ihrer Art.

Man kann ihnen den Partner nicht ersetzen auch wenn man noch so viel Zeit für sie aufbringt.

Zwei Meeris machen auch nicht mehr Arbeit als eines und werden genauso zutraulich wie ein Einzelnes.

Zwei Meerschweinchen brauchen einen Käfig mit der Mindestgröße 1,20m X 0,60m. Je größer desto besser. Ein Aquarium ist wegen der Bildung von Ammoniak, welches krank macht, nicht geeignet. Es müssen für beide Schweinchen Versteckmöglichkeiten im Käfig vorhanden sein (große Häuser, Ebenen, Korkröhren, Weidenbrücken etc.)

Es müssen Trinkflaschen oder Wassernäpfe, Heuraufe und Futternäpfe vorhanden sein.

Meerschweinchen brauchen viel Auslauf und Bewegung. Es sollte die Möglichkeit bestehen, dass sie in der Wohnung frei laufen können oder dass sie einen Auslauf in der Wohnung bekommen. Ein Garten wäre natürlich sehr schön, falls nicht vorhanden vielleicht der Balkon.



Eingewöhnung:

Meerschweinchen sind sehr schreckhaft und sind Fluchttiere. Sie sollten die ersten Tage in Ruhe gelassen werden, damit sie sich eingewöhnen können. Achten sie darauf, dass auch ihre Kinder diese Ruhe einhalten. Reden sie langsam und leise und vermeiden sie laute Geräusche.

Mit der Zeit wird das Meerschweinchen merken, dass sie der Futtergeber sind und dass sie ihm nichts Böses tun. Gehen sie nicht mit der Hand von Oben in den Käfig, sondern von der Seite. Das Meerschweinchen könnte sich sonst erschrecken.

 

Böckchen oder Weibchen:

Ein Gerücht welches immer wieder zu Verwirrungen führt, ist, dass Böcke nicht zusammen gehalten werden können. Oft wird einem im Zoogeschäft zu Weibchen und Männchen geraten, was dann schnell ungewollte Folgen hat.

Entscheiden sie sich vor dem Kauf ob Böcke oder Weibchen. Wollen sie beides, lassen sie den Bock kastrieren und warten die Zeit ab, bis er zu den Weibchen darf. Auch Böcke können durchaus zusammen gehalten werden, ohne dass sie sich gegenseitig blutig beißen.

Wichtig ist hierbei, dass sie viel Platz haben, um sich aus dem Weg zu gehen. Ein herkömmlicher Käfig hat oftmals zu wenig Fläche für die Kleinen, sie können sich nicht aus dem Weg gehen und es kann zu größeren Auseinandersetzungen kommen. Rangordnungskämpfe sind normal, solange kein Meeri ernsthaft zu schaden kommt. Auch Weibchen und Weibchen kann man natürlich zusammensetzen.

Auch bei ihnen kann es zu Rangordnungskämpfen kommen.

 

Pflege:

Bei Böckchen und Kastraten ist es besonders wichtig, dass die Perinealtasche regelmäßig gereinigt wird. Wenn man es sich selber nicht zutraut, sollte man den Tierarzt aufsuchen.

Die Krallen der Wutzen sollten öfter kontrolliert werden und gegebenenfalls mit einer Krallenschere gekürzt werden. Langhaarmeerschweinchen müssen auf jeden Fall regelmäßig gekämmt werden und wenn nötig muss das Haar geschnitten werden. Auf keinen Fall, außer es ist medizinisch notwendig, sollten sie das Meeri baden. Der Stall muss regelmäßig gesäubert werden.

 

Nahrung:

Das Hauptnahrungsmittel für Meerschweinchen ist Heu. Dieses sollte immer zur Verfügung stehen. Sie brauchen es zum einen wegen dem Zahnabrieb (Meeris haben Wurzeloffene Zähne, die ihr Leben lang nachwachsen) und zum anderen wegen der Verdauung. Der Verdauungstrakt von Meerschweinchen ist auf ständige Nahrungsaufnahme ausgelegt.

Wichtig ist auch, dass Meeris täglich frisches Wasser zur Verfügung haben. Auch wenn sie nur wenig trinken sollte es ihnen angeboten werden. Zusätzlich zum Heu sollte das Meerschweinchen zweimal täglich Frischfutter bekommen. Geeignetes Gemüse oder Obst wären z.B. Gurke, Fenchel, Möhre, Apfel (in Maßen) Eisbergsalat.

Für weitere Infos zum Thema gesunde Ernährung schauen sie doch mal beim Meerwutzplaneten (Forum) vorbei oder fragen sie ihren Tierarzt.

Meerschweinchen leben ohne Trockenfutter gesünder. Durch das Trockenfutter werden sie zu schnell gesättigt und fressen weniger Heu. Dadurch werden

die Zähne nicht mehr abgerieben. Außerdem macht es dick und die Leber kann verfetten.

Ernsthafte Krankheiten sind die Folge. Bitte verzichten sie auch auf die üblichen im

Supermarkt angebotenen Leckerlis wie Knabberstangen und ähnliches. Das in ihnen enthaltene Eiweiß und Zucker zerstört die Darmflora und führt auf Dauer gesehen zu schweren Erkrankungen.

Im Sommer und Frühjahr kann man Meerschweinchen natürlich auch Grün aus dem Garten verfüttern. Dazu gehören Löwenzahn, Vogelmiere, oder Giersch

etc. Es darf nicht von Hunden verunreinigt sein oder von viel befahrenen Strassen gepflückt werden.

 

Vitamine:

Wichtig für Meerschweinchen ist, dass sie Vitamin C  reiche Nahrung zu sich nehmen. Meeris können kein Vitamin C bilden. Damit Meeris nicht krank werden ist insbesondere im Winter eine Zufütterung von Vitamin C nötig. Im Winter hat das Gemüse und Obst nicht genügend Vitamin C. Es können Tropfen mit Vitamin C über das Trinkwasser oder das Gemüse gereicht werden. Viel Vitamin C ist zum Beispiel in Petersilie oder Paprika enthalten.

 

Krankheiten:

Meerschweinchen können natürlich auch krank werden. Verhält ein Meerschweinchen sich mal ungewohnt und zeigt Anzeichen einer Krankheit, sollte man sich mit einem Tierarzt in Verbindung setzen. Ratschläge von anderen Meeribesitzern z.B. in Foren können nur gut gemeinte Tipps sein, müssen aber so nicht stimmen und können keinen Arztbesuch ersetzen. Anzeichen für Krankheiten sind zum Beispiel: Futterverweigerung, Haarausfall, Gewichtsverlust, Schuppen, Kratzstellen, fettiges Haar, Niesen, schleimige und trübe Augen etc.

 

Für weitere Infos steht Ihnen gerne Ihr Tierarzt zur Verfügung

Oder schauen Sie doch mal in unseren Forum vorbei.

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihnen weiterhelfen können.